Meine Arbeit ist im wesentlichen geprägt vom positiven Menschenbild von Carl Rogers und dem traumatherapeutischen Ansatz von Verena König. Der Mensch ist nach Auffassung von Carl Rogers, dem Gründer der Gesprächstherapie, ein Wesen, dessen Grundbedürfnis darin besteht, sich selbst zu verwirklichen und seine Persönlichkeit frei zu entfalten. Dieses positive Menschenbild teilt auch Verena König. Sie geht davon aus, dass der Mensch sich bis ins hohe Alter weiterentwickeln kann – hin zu mehr Authentizität. Entscheidende Unterstützung liefert dabei ihr Wissen um die Bedeutung von Traumafolgen und Überlebensstrategien.
In der NI Neurosystemischen Integration® nach Verena König fließen die Essenzen aus Neurobiologie, systemischer Therapie und Psychotraumatologie zusammen. Diese Einflüsse führen dazu, dass ich in meiner Arbeit Verstand und Körper gleichwertig miteinbeziehe. Über den Körper finden wir Zugang zu frühkindlichen und verdrängten Erfahrungen, die dem Verstand nicht unmittelbar zugänglich sind.
Beispiele für Traumafolgen:
Ängste, Panikattacken, Schlafstörungen, Depressionen, Bindungsstörungen, Verspannungen und psychosomatische Beschwerden, Konzentrationsschwankungen, Reizbarkeit, Zwangsverhalten
Beispiele für Überlebensstrategien:
Perfektionismus, Unterdrückung von Bedürfnissen, emotionaler Rückzug, übersteigerte Anpassung, Süchte, übermäßige Funktionalität, keine Grenzen setzen, Vermeidung
Das Bewusstmachen von unbewussten Glaubenssätzen, Überzeugungen und Mustern ( wie wir geprägt sind ) wirkt bereits entlastend. Zusätzlich ist es häufig allerdings förderlich, durch spezielle Techniken Zugang zu Körperempfindungen zu schaffen, in denen diese Muster gebunden sind. Dadurch lassen sich zwanghafte Verkettungen auflösen, und wir werden frei, auf bestimmte Situationen oder Personen als Auslöser (Trigger) nicht mehr reflexhaft zu reagieren.
Prozesse der Befreiung können allerdings zunächst zu Verunsicherung oder gar Verängstigung führen. Phasenweise Entmutigung und Rückfall in altvertraute Verstrickungen gehören mitunter zum Weg dazu. Begleitung ist hilfreich, bis Sie sich ausreichend sicher fühlen. Indem wir bestehende Kraftquellen (Ressourcen) nutzen und neue erschließen, stärken wir Ihre Widerstandsfähigkeit (Resilienz) und Ihren Kontakt zu anderen Menschen und zum Leben insgesamt (Verbundenheit).